Filder Spitzbüble Weinsauerkraut
Sauerkonserven Fritz Schlecht
Passagier der Slow Food Arche des Geschmacks, aus Filder Spitzkraut, milchsauer vergoren'
Bestell-Nr.: DC3542
Produktinformationen "Filder Spitzbüble Weinsauerkraut"
Sauerkraut bei Dinses Culinarium? Das mag den ein oder anderen Kunden erstaunen. Aber lassen Sie sich sagen: Sauerkraut ist nicht gleich Sauerkraut! In Zusammenarbeit mit Slow Food Deutschland haben wir ein besonderes Kraut für Sie ausfindig gemacht. Es ist seit vergangenem Jahr Passagier auf der "Arche des Geschmacks".Vor den Toren Stuttgarts in der Filderebene, einem der ältesten Kohlanbaugebiete, wird eine regionale Spezialität angebaut: Das Filder Spitzkraut.
Urkundlich wurde das Filder Spitzkraut 1772 erstmals erwähnt und ist seitdem aus der Region und von den Tellern traditions- und qualitätsbewusster Genießer nicht mehr wegzudenken, auch wenn es im Zuge der modernen Landwirtschaft zusehends verdrängt wurde.
Anders als sein Verwandter der Weißkohl handelt es sich bei dem Spitzkraut nicht um einen Rundkohl, sondern um eine recht große hutförmig wachsende Kohlsorte. Kulinarisch ist das Spitzkraut dem Weißkohl weit überlegen. Der etwas derb-plumpe Geschmack, der wohl verantwortlich ist für das negative Image von Kohlgerichten, fehlt dem Spitzkraut. Stattdessen ist es außerordentlich zart und besitzt einen angenehm ausgewogenen, nicht allzu derben Geschmack mit feiner Süße. Trotz seiner Vorzüge ist es in den letzten Jahrzehnten von den Ackerflächen fast völlig verschwunden, da es für die maschinelle Verarbeitung nicht geeignet ist. Mittlerweile werden nur noch rund 40ha des Filder Spitzkraut angebaut.
Ein kleiner, mittlerweile in der dritten Generation arbeitender, Familienbetrieb hat sich auf den Anbau und die Verarbeitung dieser regionalen Kohlsorte spezialisiert. Um von der übermächtigen Saatgutindustrie unabhängig zu bleiben und die alte Sorte möglichst unverfälscht am Leben zu erhalten, erzeugt der Betrieb sein Saatgut Jahr für Jahr selbst.
Die Ernte erfolgt ausschließlich in Handarbeit, dabei muss der große Strunk von Hand ausgeschnitten werden. Der frische Kohl wird fein gehobelt und milchsauer vergoren. Auch das ist eine Besonderheit, denn kaum ein Sauerkraut wird heute noch nach der traditionellen Milchsäuregärung hergestellt.
Spitzkohl, Wasser und Salz - mehr braucht es nicht für ein wirklich gutes Sauerkraut. Und wir sagten ja bereits: Sauerkraut ist nicht gleich Sauerkraut!
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