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Römische Pastaklassiker: Pasta ala Gricia
Von Roman Hund am 31.08.26
Pasta alla Gricia – traditionelles Rezept mit Guanciale und Pecorino
Vier Zutaten reichen für eines der großen Pastagerichte des Latiums: Pasta, Guanciale, Pecorino und schwarzer Pfeffer. Keine Tomaten, keine Eier, keine Sahne. Gerade diese Reduktion macht eine gute Pasta alla Gricia so besonders – und ihre Zubereitung anspruchsvoller, als die kurze Zutatenliste vermuten lässt.
Denn die Sauce entsteht erst beim Mantecare: Das ausgelassene Fett des Guanciale verbindet sich mit stärkehaltigem Pastawasser und fein geriebenem Pecorino zu einer cremigen Emulsion. Wer einmal eine richtig gute Gricia gegessen hat, versteht schnell, warum dieses vermeintlich einfache Gericht neben Carbonara, Amatriciana und Cacio e Pepe seinen ganz eigenen Platz verdient.
Direkt zum Thema: Was ist Gricia? · Zutaten · Zum Rezept · Warum wird die Sauce cremig? · Herkunft · Rigatoni oder Spaghetti?
Was ist Pasta alla Gricia?
Pasta alla Gricia ist ein traditionelles Pastagericht aus dem Latium. Im Kern besteht es aus Pasta, Guanciale, Pecorino und schwarzem Pfeffer. Häufig werden Rigatoni oder Spaghetti verwendet, daneben finden sich auch andere Pastaformen.
Gricia wird gelegentlich als Amatriciana bianca, also als weiße Amatriciana, bezeichnet. Das macht die Verwandtschaft verständlich, trifft den Charakter des Gerichts aber nur zum Teil. Denn ohne Tomate treten der würzige Pecorino, das Fett des Guanciale und der Pfeffer sehr viel deutlicher hervor.
Welche Zutaten gehören in eine traditionelle Pasta alla Gricia?
Guanciale
Guanciale ist luftgetrocknete Schweinebacke und eine der prägenden Zutaten der Küche des Latiums. Beim langsamen Erhitzen schmilzt ein Teil seines Fettes aus. Genau dieses Fett benötigen wir anschließend für die Sauce.
Wichtig ist deshalb, die Guanciale nicht möglichst schnell knusprig zu braten. Sie soll langsam Fett abgeben und gleichzeitig außen goldbraun werden. Für unsere Gricia verwenden wir die Guanciale der Antica Macelleria Falorni.
Pancetta kann in vielen Pastagerichten ausgezeichnet funktionieren. Für eine traditionelle Gricia würden wir sie jedoch nicht an die Stelle des Guanciale setzen.
Pecorino Romano
Die zweite entscheidende Zutat ist Pecorino. Seine kräftige, salzige Würze bildet den Gegenpol zum fettreichen Guanciale. Pecorino Romano DOP von Vivaldi ist dafür eine klassische Wahl.
Parmesan würden wir hier nicht als gleichwertigen Ersatz verwenden. Er verändert nicht nur den Geschmack, sondern auch den Charakter des Gerichts.
Pasta
Bei der Pasta gibt es erfreulicherweise keinen Grund für unnötigen Dogmatismus. Gricia wird mit unterschiedlichen Pastaformen zubereitet.
Rigatoni Pasta di Gragnano IGP von Pastificio Faella funktionieren besonders gut: In den Röhren und an der geriffelten Oberfläche sammeln sich Pecorino-Emulsion und kleine Guancialestücke.
Wer lange Pasta bevorzugt, kann ebenso zu den Spaghetti Pasta di Gragnano IGP von Pastificio Faella greifen.
Welche Rolle Form und Oberfläche bei der Verbindung von Pasta und Sauce spielen, erklären wir ausführlicher in unserer Warenkunde über italienische Nudelsorten und Pastaformen.
Schwarzer Pfeffer
Frisch gemahlener schwarzer Pfeffer bringt Schärfe und Aroma und verbindet Gricia geschmacklich mit Cacio e Pepe.
Zusätzliches Olivenöl oder Butter braucht es nicht. Der Guanciale bringt das Fett mit, das wir für die Sauce benötigen.
Pasta alla Gricia – das traditionelle Rezept
Zutaten für 4 Personen
- 400 g Rigatoni oder Spaghetti
- 150 g Guanciale
- 100 g Pecorino Romano DOP
- frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
- wenig Salz für das Pastawasser
1. Guanciale langsam auslassen
Den Guanciale in etwa fingerbreite Streifen oder kleine Stücke schneiden und in eine kalte oder nur leicht vorgewärmte Pfanne geben. Ohne zusätzliches Fett bei mittlerer Hitze langsam auslassen.
Der Guanciale soll außen goldbraun werden, während sein Fett in die Pfanne austritt. Einen Teil der knusprigen Stücke anschließend herausnehmen und beiseitestellen. Das ausgelassene Fett bleibt in der Pfanne.
2. Pasta kochen
Die Pasta in reichlich Wasser kochen. Mit dem Salz zurückhaltend sein: Guanciale und Pecorino bringen bereits ordentlich Würze mit.
Die Pasta einige Minuten vor dem gewünschten Garpunkt aus dem Wasser nehmen. Das Pastawasser nicht wegschütten. Wir brauchen es gleich für die Sauce.
3. Pasta und Guancialefett verbinden
Etwas Pastawasser zum ausgelassenen Guancialefett geben und die Pasta in die Pfanne geben. Unter ständigem Schwenken oder Rühren fertig garen.
Dabei gibt die Pasta weitere Stärke ab. Wasser, Stärke und Guancialefett beginnen sich zu verbinden – die Grundlage für die spätere Emulsion.
4. Mit Pecorino mantecare
Nun kommt der Schritt, bei dem sich entscheidet, ob aus wenigen Zutaten eine wirklich gute Gricia wird.
Die Pfanne von der direkten Hitze nehmen und kurz etwas abkühlen lassen. Den fein geriebenen Pecorino nach und nach unter die Pasta ziehen. Bei Bedarf schluckweise weiteres Pastawasser hinzufügen und kräftig schwenken oder rühren.
Der Pecorino soll sich mit Wasser und Guancialefett zu einer cremigen Sauce verbinden. Ist die Pfanne zu heiß, kann der Käse verklumpen – deshalb lieber mit etwas weniger Temperatur und dafür mit Bewegung arbeiten.
Zum Schluss die Guancialestücke wieder dazugeben und frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer darübergeben. Sofort servieren.
Warum wird Gricia cremig – ganz ohne Sahne?
Für eine cremige Gricia braucht es weder Sahne noch Butter. Entscheidend sind Pastastärke, Wasser, Guancialefett und Pecorino.
Beim Kochen gibt die Pasta Stärke an das Wasser ab. Dieses stärkehaltige Pastawasser hilft, das ausgelassene Fett mit dem fein geriebenen Käse zu verbinden. Durch kräftiges Schwenken entsteht eine Emulsion, die sich um die Pasta legt.
Entscheidend ist die Temperatur. Wird Pecorino in eine zu heiße Pfanne gegeben, können seine Proteine verklumpen und statt einer cremigen Sauce entstehen kleine Käseklümpchen.
Deshalb ist das Pastawasser hier nicht einfach etwas Wasser, das zufällig vom Kochen übrig bleibt. Es ist eine der Zutaten des Gerichts.
Wer verstehen möchte, warum das auch bei Cacio e Pepe und vielen anderen italienischen Pastagerichten funktioniert, findet die Grundlagen in unserer Warenkunde Pasta & Saucenbasen.
Woher kommt die Gricia?
Bei der Herkunft wird es interessanter – und weniger eindeutig, als manche Erzählung vermuten lässt.
Eine verbreitete Erklärung führt die Gricia auf Grisciano zurück, einen kleinen Ort bei Accumoli in der Provinz Rieti, nicht weit von Amatrice. Das Gericht wird eng mit der einfachen Küche dieser Region und mit haltbaren Zutaten wie Pasta, Guanciale, Pecorino und Pfeffer verbunden.
Eine andere Spur führt nach Rom. Dort wurde der Begriff grici historisch für Lebensmittel- und Brothändler verwendet. Ob der Name des Gerichts tatsächlich daher stammt oder ob Grisciano Pate stand, lässt sich heute nicht zweifelsfrei klären.
Kulinarisch führt die Spur jedoch ziemlich klar in das Latium und in jene Küche, aus der später einige der berühmtesten Pastagerichte Roms hervorgegangen sind.
Gricia, Amatriciana, Carbonara und Cacio e Pepe – was ist der Unterschied?
Wer die vier Gerichte nebeneinanderstellt, erkennt, wie erstaunlich klein der Zutatenfundus dieser Pastaküche eigentlich ist:
| Gericht | Guanciale | Pecorino | Pfeffer | Tomate | Ei |
|---|---|---|---|---|---|
| Gricia | ja | ja | ja | – | – |
| Amatriciana | ja | ja | teilweise | ja | – |
| Carbonara | ja | ja | ja | – | ja |
| Cacio e Pepe | – | ja | ja | – | – |
Aus dieser Tabelle könnte man fast ein Baukastensystem machen. Ganz so einfach ist es natürlich nicht. Eine Carbonara entsteht nicht dadurch, dass man einer Gricia ein Ei hinzufügt, und eine Amatriciana ist mehr als Gricia plus Tomate. Jedes dieser Gerichte lebt von einer eigenen Balance und Zubereitung.
Gerade darin liegt für mich der Reiz: Mit einer Handvoll Zutaten entstehen vier Pastagerichte, die man auf dem Teller kaum miteinander verwechseln würde.
Wer tiefer einsteigen möchte, findet bei uns auch das traditionelle Rezept für Pasta all’Amatriciana, unser Carbonara-Originalrezept und das Rezept für Cacio e Pepe.
Gricia oder Amatriciana – was kam zuerst?
Gricia wird häufig als Vorläuferin der Amatriciana bezeichnet. Der auffälligste Unterschied ist die Tomate: Sie gehört zur Amatriciana, nicht zur Gricia.
Das passt auch zur Geschichte der Amatriciana. Die tomatenlose Zubereitung ist älter; Tomaten kamen erst später hinzu und veränderten das Gericht grundlegend.
Deshalb ist die verbreitete Beschreibung der Gricia als „Amatriciana ohne Tomate“ zwar praktisch, wenn man sie noch nie gegessen hat – kulinarisch dreht sie die Geschichte aber beinahe um.
Und geschmacklich sowieso. Ohne Tomate gibt es nichts, hinter dem sich Guanciale oder Pecorino verstecken könnten. Das Verhältnis von Fett, Käse, Pfeffer und Pastawasser muss stimmen.
Rigatoni oder Spaghetti – welche Pasta passt zur Gricia?
Wir würden uns nicht auf eine einzige Pastaform festlegen.
Rigatoni bringen durch ihre geriffelte Oberfläche und den großen Hohlraum viel Sauce und immer wieder kleine Stückchen Guanciale mit auf die Gabel. Deshalb sind die Rigatoni Pasta di Gragnano IGP von Pastificio Faella unsere erste Wahl.
Spaghetti ergeben ein etwas anderes Mundgefühl. Die Emulsion legt sich um die langen Pastastränge, während die Guancialestücke stärker für sich stehen. Auch dafür eignen sich die Spaghetti Pasta di Gragnano IGP von Pastificio Faella sehr gut.
Beide Varianten sind für uns überzeugend. Und manchmal ist es tatsächlich interessanter, ein Gericht zweimal mit unterschiedlicher Pasta zu kochen, als lange darüber zu diskutieren, welche davon die einzig richtige sein soll.
Wenige Zutaten, viel Pastaküche
Gricia steht häufig etwas im Schatten von Carbonara und Amatriciana. Eigentlich schade. Denn kaum ein anderes Gericht zeigt so unmittelbar, worauf es bei dieser Küche ankommt.
Guter Guanciale. Würziger Pecorino. Eine passende Pasta. Pfeffer. Pastawasser. Und die richtige Temperatur.
Mehr braucht es nicht – aber viel weglassen kann man eben auch nicht.
Hersteller : Pastificio Faella
Inhalt: 0.5 kg (9,60 €* / 1 kg)
Handelsbezeichnung: Teigwaren aus Hartweizengrieß
Zutaten: HartWEIZENgrieß (GLUTEN), Wasser
Kann Spuren von Senf und Soja enthalten
Hergestellt in Italien
Hersteller & Verantwortlicher Lebensmittelunternehmer
Pastificio Gaetano Faella s.r.l. , P.zza Guglielmo Marconi 13, 80054 Gragnano NA, Italien, +39 081 8012985 , web@pastificiofaella.it
Nährwertdeklaration
| Nährwertangaben pro 100g (oder 100 ml) | |
|---|---|
| Brennwert/Energie | 1521 kj/359 kcal |
| Fett | 1,4 g |
| davon: | |
| – gesättigte Fettsäuren | 0,3 g |
| Kohlenhydrate | 73 g |
| davon: | |
| – Zucker | 3,3 g |
| Ballaststoffe | 2,1 g |
| Eiweiß | 13 g |
| Salz | 0 g |
Sollten Sie Fragen bezüglich der Zutatenliste, der enthaltenen Allergene, dem Mengenanteil bestimmter Zutaten, besonderen Hinweisen zur Zubereitung und Aufbewahrung der Artikel, zu Name und Anschrift des Produzenten sowie des Herkunftslandes haben, wenden Sie sich bitte vor Abschluss des Kaufvertrages an produktinfo[at]dinsesculinarium.de.
Hersteller : Pastificio Faella
Inhalt: 0.5 kg (9,60 €* / 1 kg)
Handelsbezeichnung: Teigwaren aus Hartweizengrieß
Zutaten: HartWEIZENgrieß (GLUTEN), Wasser
Kann Spuren von Senf und Soja enthalten
Hergestellt in Italien
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Pastificio Gaetano Faella s.r.l. , P.zza Guglielmo Marconi 13, 80054 Gragnano NA, Italien, +39 081 8012985 , web@pastificiofaella.it
Nährwertdeklaration
| Nährwertangaben pro 100g (oder 100 ml) | |
|---|---|
| Brennwert/Energie | 1521 kJ/359 kcal |
| Fett | 1,4 g |
| davon: | |
| – gesättigte Fettsäuren | 0,3 g |
| Kohlenhydrate | 73 g |
| davon: | |
| – Zucker | 3,3 g |
| Ballaststoffe | 2,1 g |
| Eiweiß | 13 g |
| Salz | 0 g |
Sollten Sie Fragen bezüglich der Zutatenliste, der enthaltenen Allergene, dem Mengenanteil bestimmter Zutaten, besonderen Hinweisen zur Zubereitung und Aufbewahrung der Artikel, zu Name und Anschrift des Produzenten sowie des Herkunftslandes haben, wenden Sie sich bitte vor Abschluss des Kaufvertrages an produktinfo[at]dinsesculinarium.de.
Hersteller : Antica Macelleria Falorni
Inhalt: 0.55 kg (54,36 €* / 1 kg)
VERKEHRSBEZEICHNUNG Luftgetrocknete Schweinebacke
ZUTATEN Schweinefleisch, Salz 3,5%, natürliche Aromen Konservierungsstoff: E252
Hergestellt in Italien
Hersteller & Verantwortlicher Lebensmittelunternehmer
Antica Macelleria Falorni srl, Via di Colognole 67, 50022 Greve in Chianti (FI), Italien, , info@falorni.it
Nährwertdeklaration
| Nährwertangaben pro 100g (oder 100 ml) | |
|---|---|
| Brennwert/Energie | 2659kJ/646kcal |
| Fett | 68,95g |
| davon: | |
| – gesättigte Fettsäuren | 28,33 g |
| Kohlenhydrate | 1g |
| davon: | |
| – Zucker | 1g |
| Ballaststoffe | 0g |
| Eiweiß | 6,32g |
| Salz | 3,8g |
Sollten Sie Fragen bezüglich der Zutatenliste, der enthaltenen Allergene, dem Mengenanteil bestimmter Zutaten, besonderen Hinweisen zur Zubereitung und Aufbewahrung der Artikel, zu Name und Anschrift des Produzenten sowie des Herkunftslandes haben, wenden Sie sich bitte vor Abschluss des Kaufvertrages an produktinfo[at]dinsesculinarium.de.
Hersteller : Vivaldi
Inhalt: 0.2 kg (47,50 €* / 1 kg)
Verkehrsbezeichnung: Hartkäse aus Schafmilch
Fett i. Tr.: 36%
Hergestellt in Italien
Zutaten: SchafMILCH (Herkunft: Italien), Salz, Lab vom Lamm.
Hersteller & Verantwortlicher Lebensmittelunternehmer
Vivaldi Srl, via Provinciale 23, 23819 Primaluna, Italien, , info@vivaldifood.eu
Nährwertdeklaration
| Nährwertangaben pro 100g (oder 100 ml) | |
|---|---|
| Brennwert/Energie | 1643 kJ/396 kcal |
| Fett | 32 g |
| davon: | |
| – gesättigte Fettsäuren | 20 g |
| Kohlenhydrate | <0,5 g |
| davon: | |
| – Zucker | <0,5 g |
| Ballaststoffe | 0 g |
| Eiweiß | 27g |
| Salz | 3,5 g |
Sollten Sie Fragen bezüglich der Zutatenliste, der enthaltenen Allergene, dem Mengenanteil bestimmter Zutaten, besonderen Hinweisen zur Zubereitung und Aufbewahrung der Artikel, zu Name und Anschrift des Produzenten sowie des Herkunftslandes haben, wenden Sie sich bitte vor Abschluss des Kaufvertrages an produktinfo[at]dinsesculinarium.de.